Mountainbike Training: Wichtige Prinzipien

Es ist schon leicht zu verstehen, warum Mountainbikes einen so großen Erfolg haben, heben heben sich sich doch stark von üblichen „Drahteseln“ ab…

Sie suggerieren – wohl nicht zu Unrecht – Sportlichkeit, Abenteuer und Wagemut. Die Fahrer der MTBs zeigen ganz klar, dass sie der Natur noch mehr verbunden sind, als alle anderen Radfahrer – und ihr auch erheblich mehr abringen.

Nur, das will natürlich gelernt sein, denn mit normalem Radfahren auf gut gekennzeichneten und gepflasterten oder geteerten Wegen hat Mountain Biking kaum mehr was gemeinsam.

Mountainbike TrainingWie wird man ein guter und vor allem auch sicherer Mountain Biker?

Sicherlich nicht aus dem viel zitierten Stehgreif und auch nicht über Nacht…

Es gehört schon einiges an Training dazu, sich mit dem Mountain Bike sicher durch die Natur zu bewegen. Ist dieses Training erst einmal absolviert, dann kann man den großen Trendsport unserer Zeit, eben das Mountain Biking, so richtig auskosten.

Es lohnt sich also wirklich, die ganze Sache wirklich von Grund auf anzugehen. Dazu gehört auch etwas Theorie, aber hauptsächlich viel Verständnis für das Sportgerät Mountainbike.

 

Einstieg in das Training

Sie haben sich also nach fachmännischer Beratung ein tolles Mountainbike gekauft. Gratulation!

Der erste wichtige Schritt ist geschafft, denn wie bei allen anderen Sportgeräten sollten Sie immer den Rat eines Fachmannes hinzuziehen. Jetzt steht das Prachtstück vor Ihnen und verlangt nach mehr als einfachem „Cruisen“. Gar kein Problem.

Lernen wir unser MTB also besser kennen…

 

Wichtig: First Step

Der First Step, der erste Schritt ist in Wahrheit keiner.

Nehmen Sie das Rad zwischen die Beine und setzen Sie sich. Jetzt verlieren wir die Bodenhaftung, aber Schritt für Schritt.

Nehmen Sie einen Fuß und setzen sie ihn auf das Pedal. Okay! Und jetzt versuchen Sie, den zweiten Fuß auf das andere Pedal zu setzen, ohne allerdings loszufahren. Versuchen Sie einfach nur, das Gleichgewicht zu halten.

Eine so simple aber wirksame Übung, denn das Halten des Gleichgewichts ist ein fundamentales Element, um das MTB zu beherrschen.

Sind Sie erst einmal richtig in Übung, werden Sie das später immer wieder machen, nicht nur, weil Sie es im Gelände müssen, sondern auch aus reinem Spaß an der Freude. Garantiert!

 

Erste Cross-Country-Übungen

Auch wenn es der Name vermuten lässt, bei dieser Übung geht es noch nicht ins Gelände. Die erste Cross-Country-Übung absolvieren wir auf sicherem Terrain.

Legen Sie sich in einem frei gewählten Parcours mit genügend Abstand einige Gegenstände wie Äste oder Bretter auf den Boden. Sie können natürlich auch Bordsteinkanten mit einbeziehen, ganz wie Sie es möchten.

Jetzt fahren Sie langsam an diese „Hindernisse“ heran und versuchen – sobald Sie genau davor sind – das Vorderrad mittels Gewichtsverlagerung und einer ruckartigen Bewegung anzuheben und entweder auf dem Hindernis zu landen oder mit dem Vorderrad darüber hinweg zu springen.

Mit etwas Gefühl und ein klein wenig Training werden Sie das schnell schaffen – und zwar auch mit dem Hinterrad. Das Prinzip ist das gleiche, nur die Verlagerung des eigenen Gewichts anders.

 

Anspruchsvolles Training: Hopping

Wenn Sie schon ein sehr gutes Gefühl für das Gleichgewicht auf Ihrem MTB bekommen haben, können Sie sich an die nächste Übung heran machen, die auch richtig Spaß macht, wenn man sie erst einmal beherrscht…

Dazu steigen Sie wieder auf das MTB, wieder ohne loszufahren. Blockieren Sie dazu also die Bremsen. Stellen Sie sich jetzt hin, sodass sie sich hoch über dem MTB befinden.

Per Gewichtsverlagerung und einem kräftigen Ruck lassen Sie das MTB nun in die Höhe hüpfen. Dabei sollten beide Räder den Boden verlassen. Achten Sie dabei immer gut auf ihr Gleichgewicht, denn es soll ja nichts passieren.

Mit zumindest einem Helm und Ellbogenschützern sind Sie dabei auf der sicheren Seite, denn sie werden ganz bestimmt auch das eine oder andere Mal unfreiwillig „absitzen“.

Lassen Sie sich von Stürzen nicht entmutigen, die gehört einfach dazu und schießen auch das Adrenalin in die Höhe.

 

Das Circle Hopping

Das Circle Hopping beinhaltet zum einfachen Hopping einen ganz wichtigen Unterschied:

Während wir beim Hopping beide Räder haben vom Boden abheben lassen, versuchen wir jetzt ganz gezielt, das Vorderrad wie festgenagelt an seiner Position stehen zu lassen. Dazu betätigen Sie mit festem Griff nur die Bremse des Vorderrades.

Das ist einfacher als das Hopping, glauben Sie? Abwarten!

Haben Sie das so weit im Griff, dass das Vorderrad an seiner Position bleibt, verlagern Sie ihr Gewicht beim Hoppen nicht nur nach oben, sondern gleichzeitig auch etwas zur Seite.

Das bewirkt, dass das Hinterrad sich langsam in eine Umlaufbahn zum Vorderrad begibt. Richtig, Sie umkreisen jetzt mit dem Hinterrad das Vorderrad – und das nennt man Circle Hopping oder auch Circling.

 

Erste Off-Road-Touren

Sie haben nach dem „Kennenlernen“ ein gutes Gefühl für Ihr MTB bekommen? Prima. Jetzt können Sie sich an die ersten Touren machen…

Nehmen Sie sich dabei am Anfang keine schwierigen Strecken vor, sondern einfach über Waldwege oder – wo es möglich ist – auch schon ein wenig Querfeldein.

Lassen Sie dabei große Steigungen und Gefälle erst noch weg, das kommt schneller als sie denken. Gerade das Fahren auf Waldwegen bringt ein weiteres Maß an Sicherheit, denn Sie werden dabei lernen, wie Ihr MTB auf Unebenheiten reagiert.

Nehmen Sie sich dabei Anfangs auch kein zu großes Pensum vor, sondern passen Sie es ihrer körperlichen Kondition an.

 

Berg und Tal

Haben Sie die ersten Touren Off-Road hinter sich, dann können Sie jetzt die ersten leichten Steigungen und Gefälle angehen.

Mountainbike TrainingstippsAchten Sie dabei vor allem immer darauf, nicht zu schnell zu fahren. Legen Sie das Augenmerk vielmehr auf Fahrsicherheit, also auf das Beherrschen Ihres MTBs.

Sie werden schnell merken, welche Fortschritte Sie machen, und es wird Ihnen immer leichter fallen und gleichzeitig immer mehr Spaß bereiten.

Versuchen Sie auch, im offenen Gelände auf dem stehenden Rad zu balancieren, so wie in der ersten Übung beschrieben.

Auch das Hopping und Circle Hopping können Sie hier weiter trainieren, denn es ist doch etwas anderes, ob Sie das auf festem, planen Untergrund machen oder auf weichem, vielleicht sogar feuchten oder matschigen Boden.

All diese Übungen werden Ihnen dabei helfen, immer mehr Sicherheit zu bekommen. Und wenn Sie sich ganz sicher sind und ausreichendes Training hinter sich haben, dann können Sie sich Stück für Stück an steilere An- und Abstiege heran machen.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Ihr Bike stets gewartet und in einer Top-Verfassung ist. Stetige Pflege erhöht nicht nur die Langlebigkeit, sondern wahrt die Sicherheit.

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